Bei der Sprengstoffattacke und Gefechten mit Taliban-Kämpfern auf dem Gelände des Konsulats war die deutsche Vertretung stark beschädigt worden. Die Bundeswehr warnt den Angaben zufolge außerdem, das Grundstück an einer belebten Straße sei nicht effizient gegen Angriffe zu sichern.

Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes betonte jedoch, es gebe keine Überlegungen, das Generalkonsulat in Masar-i-Scharif zu schließen. “Allerdings haben wir nach Inspektionen des schwer beschädigten Gebäudes entschieden, dieses nicht mehr zu nutzen.” Deutschland stehe weiter zu seinem Engagement. Derzeit werde geprüft, wie die weitere Präsenz mit Rücksicht auf die Sicherheit der Diplomaten gestaltet werden könne.

Ob das Konsulat dauerhaft auf dem Militärgelände bleiben oder ob das Auswärtige Amt nach einem neuen Gebäude suchen wird, ist noch offen. Bei dem Angriff auf das Konsulat am 10. November starben mindestens vier Menschen, weitere 128 wurden verletzt. Deutsche blieben unversehrt. Ein Attentäter starb, ein weiterer wurde festgenommen.


Google News: Landesebene

 

Tags: , , , , ,