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Frankfurter Buchmesse 2012 - Peter Scholl-Latour

Peter Scholl-Latour stirbt mit 90 Jahren

Er schrieb zahllose Bücher und Reportagen über die Krisenherde der Welt. Mit 90 Jahren ist der berühmte Journalist und Autor Peter Scholl-Latour nach schwerer Krankheit gestorben.

Er schrieb zahllose Bücher und Reportagen über die Krisenherde der Welt. Mit 90 Jahren ist der berühmte Journalist und Autor Peter Scholl-Latour nach schwerer Krankheit gestorben.

Der berühmte Journalist und Autor Peter Scholl-Latour ist tot. Wie sein Verlag Propyläen mitteilte, starb er am Samstag im Alter von 90 Jahren nach schwerer Krankheit in Rhöndorf am Rhein.

Scholl-Latour schrieb zahllose Bücher und Reportagen über Krisenherde in aller Welt. Seine Schwerpunkte bildeten der Nahe Osten und der Islam. Seine journalistische Karriere währte mehr als sechzig Jahre lang, in denen er praktisch alle Länder der Erde bereiste. Er berichtete unter anderem über die Konflikte in Vietnam und Kambodscha und hatte während der iranischen Revolution teilweise direkten Zugang zu Ajatollah Chomeini.

Seit den Sechzigern arbeitete er in verschiedenen Funktionen für die ARD und das ZDF. Bis ins hohe Alter war er regelmäßig in Talkshows zu Gast und kommentierte die Weltpolitik. Seine mehr als dreißig Bücher verkauften sich mehr als 1,2 Millionen Mal. Besonders erfolgreich waren zuletzt “Russland im Zangengriff” über Putins Außenpolitik sowie “Lügen im Heiligen Land” über den Nahost-Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern.

Zuletzt erschien von Scholl-Latour “Die Welt aus den Fugen. Betrachtungen zu den Wirren der Gegenwart” (2012). In den vergangenen Monaten arbeitete er an einem weiteren Buch, das sich neben dem Nahen Osten auch mit der Ukraine befasst. “Der Fluch der bösen Tat” wurde noch vollendet und soll im September erscheinen. Für seine Arbeit wurde Scholl-Latour mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit der Goldenen Kamera, dem Bambi und dem Henri-Nannen-Preis für sein Lebenswerk.

In einer Erklärung würdigte der Propyläen-Verlag ihn als “einen der Großen des deutschen Journalismus” sowie als “einen der großen Reiseschriftsteller unserer Zeit, eine geglückte Mischung aus Marco Polo und Ernest Hemingway”.

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